Volksweise

Eine Volksweise bzw. ein Volkslied ist ein Werk, das von Generation zu Generation überliefert worden und noch heute lebendig ist

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O Tannenbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum,o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachstzeit
ein Baum von Dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum,o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Kraft und Trost zu jeder Zeit.
O Tannenbaum,o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.

Wie herrlich glänzt im Morgentau

Wie herrlich glänzt im Morgentau
Die grüne blumenreiche Au!
Wie ist von neuem belebt der Wald!
Wie's ringsum wiederum hallt und schallt!
Du bist erquickt von süßer Ruh,
Mein Herz, wie könntest schweigen du?
Dem Herrn des Tages, dem Herrn der Nacht,
Ihm sei dein frühester Dank gebracht!

Kinderlied -  Der Herbst ist ein Geselle - Martin Friedrich von Nathusius (1843-1906), Melodie Volksweise

Der Herbst ist ein Geselle

 
Der Herbst ist ein Geselle
der trägt ein buntes Kleid
und springt und jubilieret
vor ausgelaßner Freud
 
Er singt im Brausebasse
fährt einem um den Kopf,
wirft alles drüber und drunter
und zaust die Bäum am Schopf
 
Er stürmt wie wilde Buben
hin über Berg und Feld
fegt durch die falben Blätter
rauscht, heißa! in die Welt
 
Wirft, wie er zieht, uns Gaben
mit vollen Händen zu
füllt Scheuer, Haus und Keller
zur langen Winterruh

Kinderlied -  Bald fällt von diesen Zweigen - Hoffmann von Fallersleben (1798- 1874), Melodie französische Volksweise

Bald fällt von diesen Zweigen

Bald fällt von diesen Zweigen
Das letzte Laub herab.
Die Busch´ und Wälder schweigen,
Die Welt ist wie ein Grab
 
Wo sind sie denn geblieben?
Ach, sie sangen einst so schön
Der Reif hat sie vertrieben
Weg über Tal und Höh´n.
 
Und bange wird´s und bänger
Und öd´ in Feld und Hag;
Die Nächte werden länger
Und kürzer wird der Tag
 
Die Vögel sind verschwunden,
Suchen Frühling anderswo;
Nur wo sie den gefunden,
Da sind sie wieder froh.
 
Und wenn von diesen Zweigen
Das letzte Laub nun fällt,
Wenn Busch´ und Wälder schweigen,
Als trauerte die Welt
 
Dein Frühling kann nicht schwinden,
Immer gleich bleibt dein Geschick,
Du kannst den Frühling finden
Noch jeden Augenblick

Weihnachtslied - Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen - Hermann Kletke (1813 - 1886), Melodie: volksweise

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch' er: Wollt in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild!
Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
o fröhlich seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.
Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen seh'n,
sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
und wenden wieder sich und geh'n.
Gesegnet seid, ihr alten Leute,
gesegnet sei, du kleine Schar!
Wir bringen Gottes Segen heute
dem braunen wie dem weißen Haar.
Zu guten Menschen, die sich lieben,
schickt uns der Herr als Boten aus,
und seid ihr treu und fromm geblieben,
wir treten wieder in dies Haus.
Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
unsichtbar jedes Menschen Blick
sind sie gegangen wie gekommen,
doch Gottes Segen blieb zurück.

Frühlingslied - Juchheissa, juchhei - Text: Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874), Melodie: volksweise

Juchheissa, juchhei

Juchheißa juchhei!
Wie schön ist der Mai!
Die Vöglein sich schwingen,
Sie jubeln und singen;
Es hallet und schallt
Im Feld und im Wald.
La la la la la, la la la la, la la la la!
La la la la la, la la la la, la la la la!
Juchheißa juchhei!
Wie schön ist der Mai!
Wir wollen auch singen,
Und tanzen und springen
In Wald und in Feld
Juchhe, durch die Welt!
La la la la la...