Herbstgedicht - Apfelernte

Herbstgedicht - Apfelernte - Hanns von Gumppenberg
Hanns von Gumppenberg
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Apfelernte


Die ersten Äpfel fallen vom Wurm,
Die zweiten Äpfel, die fällt der Sturm,
Die dritten erntet man ein:
Welche mögen die besten wohl sein?

Die dritten natürlich! lacht jedermann:
Weil man nur die servieren kann!
Die schält sich dann
Respektvoll der Esser
Mit sorglichem Messer -
Doch Wurm und Sturm, die wissen es besser.

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Wintergedicht - Wiegenlied im Winter - Robert Reinick

Wiegenlied im Winter

Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen singt der Wind.
Er singt die ganze Welt zur Ruh’,
deckt sie mit weißen Betten zu.
Und bläst er ihr auch ins Gesicht,
sie rührt sich nicht und regt sich nicht,
aus ihren weißen Decken.
 
Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen geht der Wind,
pocht an die Fenster und schaut hinein,
und hört er wo ein Kind noch schrei’n,
da schilt und brummt und summt er sehr,
holt gleich sein Bett voll Schnee daher
und deckt es auf die Wiegen,
wenn’s Kind nicht still will liegen.
 
Schlaf ein mein süßes Kind!
Da draußen weht der Wind.
Er rüttelt an dem Tannenbaum;
da fliegt heraus ein schöner Traum;
der fliegt durch Schnee, durch Nacht und Wind
geschwind, geschwind zum lieben Kind
und singt von lust’gen Dingen,
die’s Christkind ihm wird bringen.
 
Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen bläst der Wind.
Doch ruft die Sonne: "Grüß’ euch Gott!"
Bläst er dem Kind die Backen rot,
und sagt der Frühling: "Guten Tag!"
bläst er die ganze Erde wach,
und was fein still gelegen
das freut sich allerwegen.
 
Drum schlaf mein süßes Kind,
bläst draußen auch der Wind!

Wintergedicht - Bald ist wieder Winter - Volksgut

Bald ist wieder Winter

Schnee, Schnee, Flöckchen
fällt auf mein Söckchen.
Meine Söckchen werden nass,
Flöckchen, Flöckchen, was ist das?

Sommergedicht - Das Lied der Vögel - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Das Lied der Vögel

Wir Vögel haben's wahrlich gut,
Wir fliegen, hüpfen, singen.
Wir singen frisch und wohlgemut,
Das Wald und Feld erklingen.
 
Wir sind gesund und sorgenfrei,
Und finden, was uns schmecket;
Wohin wir fliegen, wo's auch sei,
Ist unser Tisch gedecket.
 
Ist unser Tagewerk vollbracht,
Dann zieh'n wir in die Bäume,
Wir ruhen still und sanft die Nacht
Und haben süße Träume.
 
Und weckt uns früh der Sonnenschein,
Dann schwingen wir's Gefieder,
Wir fliegen in die Welt hinein
Und singen unsre Lieder.

Nikolausgedicht - Sankt Nikolaus - Überliefert

Sankt Nikolaus

Vor langen, langen Jahren
in einem fernen Land,
lebt´ einst ein heiliger Bischof,
Sankt Nikolaus genannt.
Er war geliebt von Groß und Klein,
denn alle wollte er erfreun,
und noch heut vom Himmel steigt er nieder,
beschenkt die guten Kinder wieder.

Witziges Kindergedicht von Joachim Ringelnatz | Die Ameisen | Sprachspielspass.de

Die Ameisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona, auf der Chaussee,
da taten ihnen die Beine weh,
und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.

Wintergedicht - Es schneit, es schneit - Volksgut

Es schneit, es schneit

Du liebe Zeit!
Es schneit, es schneit!
Die Flocken fliegen
und bleiben liegen.
Ach, bitte sehr:
noch mehr, noch mehr!