Frühlingsgedicht - Er ist’s

Frühlingsgedicht - Er ist’s - Eduard Mörike

Er ist´s

Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab` ich vernommen.

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Wintergedicht - Vom Büblein auf dem Eis - Friedrich Wilhelm Güll

Vom Büblein auf dem Eis

Gefroren hat es heuer
Noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
Und spricht so zu sich leis:
„Ich will es einmal wagen,
Das Eis, es muss doch tragen.“ –
Wer weiß?
 
Das Büblein stampft und hacket
Mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
Und krach! schon bricht’s hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt
Als wie ein Krebs und zappelt
Mit Schrein.
 
„O helft, ich muss versinken
In lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
Im tiefen, tiefen See!“
Wär nicht ein Mann gekommen,
Der sich ein Herz genommen,
O weh!
 
Der packt es bei dem Schopfe
Und zieht es dann heraus:
Vom Fuß bis zu dem Kopfe
Wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
Der Vater hat’s geklopfet
Zu Haus.

Kinderreim - Verdreht! - Regina Schwarz

Verdreht

Mütze in den Topf,
Nudeln auf den Kopf,
 
Pfeffer auf die Bank,
Opa in den Schrank,
 
Zucker in den Schnee,
Füße in den Tee,
 
Braten in das Tor,
Fußball in das Rohr,
 
Pipi in das Stroh,
Hühnerei ins Klo,
 
Frösche auf das Dach,
Ziegel in den Bach,
 
Seife an das Rad,
Klingel in das Bad,
 
Nähgarn in den Kopf,
Gedanken an den Knopf,
 
Wasser in die Bahn,
Koffer an den Zahn.
 
Hier ist was verdreht.
Wie es wohl anders geht?
 
 
So ist es richtig:
 
Mütze auf den Kopf,
Nudeln in den Topf,
 
Opa auf die Bank,
Pfeffer in den Schrank,
 
Fußball in das Tor,
Braten in das Rohr,
 
Zucker in den Tee,
Füße in den Schnee.
 
Hühnerei ins Stroh,
Pipi in das Klo,
 
Ziegel auf das Dach,
Frösche in den Bach,
 
Seife in das Bad,
Klingel an das Rad,
 
Gedanken in den Kopf,
Nähgarn an den Knopf,
 
Koffer in die Bahn,
Wasser an den Zahn.
 
Das war richtig gut.
Ich zieh vor dir den Hut.

Kinderreim - K und L - Regina Schwarz

K und L

Stolz erklärt der KLEBER:
„In mir, da steckt ein Eber.“
Und wer steckt in der Laus?
Na klar! Das Wörtchen aus.

Wintergedicht - Schneeflocken - Volksgut

Schneeflocken

Es schneit, hurra, es schneit!
Schneeflocken weit und breit!
Ein lustiges Gewimmel
kommt aus dem grauen Himmel.

Was ist das für ein Leben!
Sie tanzen und sie schweben.
Sie jagen sich und fliegen,
der Wind bläst vor Vergnügen.

Und nach der langen Reise,
da setzen sie sich leise
aufs Dach und auf die Straße
und frech Dir auf die Nase.

Sommergedicht - Dumme Sachen - Volksgut

Dumme Sachen

Vögel, die nicht singen,
Glocken, die nicht klingen,
Kinder, die nicht lachen,
was sind das für Sachen?

Kinderreim - A und B - Regina Schwarz

A und B

Ein Abendrot, ein Abendstern:
Das A mag  Abendwörter gern.
Und Butterblume, Biene, Blatt,
an denen sieht das B sich satt.