Kinderreim - F

Kinderreim - F - Regina Schwarz
Regina Schwarz
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F

Ein F ist allein,
lädt das R zu sich ein.
Noch ein E kommt hinzu,
kurz danach auch das U.
Steht ein N vor dem Haus,
holt die Vier zu sich raus.
Meint das mitgebrachte D:
„Kommt, wir gehen zum E!“

Weitere Kindergedichte, die wir empfehlen

Sommergedicht - Ellengröße - Abraham Emanuel Fröhlich (1796-1865)

Ellengröße

Die Pappel spricht zum Bäumchen:
Was machst du dich so breit
mit den geringen Pfläumchen?
Es sagt: Ich bin erfreut,
dass ich nicht bloß ein Holz,
nicht eine leere Stange!
Was! Ruft die Pappel stolz.
Ich bin zwar eine Stange,
doch eine lange, lange.

Kinderreim - V und W - Regina Schwarz

V und W

Der Vielfraß ist heut nicht willkommen,
er hat sich neulich schlecht benommen
beim Waschbär und beim Warzenschwein.
Die laden Vielfraß nie mehr ein.

Kindergedicht -  Widersprüchliches - Volksgut

Widersprüchliches

Dunkel war's,
der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Auto blitzesschnelle
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.
Und der Wagen fuhr im Trabe
rückwärts einen Berg hinauf.
Droben zog ein alter Rabe
grade eine Turmuhr auf.
Ringsumher herrscht tiefes Schweigen,
und mit fürchterlichem Krach
spielen in des Grases Zweigen
zwei Kamele lautlos Schach.
Und auf einer roten Bank,
die blau angestrichen war,
saß ein blondgelockter Jüngling
mit kohlrabenschwarzem Haar.
Neben ihm ne alte Schrulle,
die kaum siebzehn Jahr alt war,
in der Hand ne Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.
Oben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume
und an Nüssen noch genug.
Von der regennassen Straße
wirbelte der Staub empor.
Und ein Junge bei der Hitze
mächtig an den Ohren fror.
Beide Hände in den Taschen
hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
wie nach Veilchen roch die Kuh.
Und zwei Fische liefen munter
durch das blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter
und der graue Tag erschien.
Holder Engel, süßer Bengel,
furchtbar liebes Trampeltier.
Du hast Augen wie Sardellen,
alle Ochsen gleichen Dir.

Frühlingsgedicht - Nebel, Nebel, Nebel - Volksgut

Nebel, Nebel, Nebel

Nebel, Nebel, Niebel,
steige auf zum Giebel,
steige auf zur Himmelstür
und lass die liebe Sonn herfür!

Sommergedicht - Zeitvertreib - Volksgut

Zeitvertreib

Was wollen wir machen?
Auf dem Kopf stehn und lachen!
Was wollen wir spielen?
Auf dem Kopf stehn und schielen!

Wintergedicht - Schneeflocken - Volksgut

Schneeflocken

Es schneit, hurra, es schneit!
Schneeflocken weit und breit!
Ein lustiges Gewimmel
kommt aus dem grauen Himmel.

Was ist das für ein Leben!
Sie tanzen und sie schweben.
Sie jagen sich und fliegen,
der Wind bläst vor Vergnügen.

Und nach der langen Reise,
da setzen sie sich leise
aufs Dach und auf die Straße
und frech Dir auf die Nase.