Kindergedicht - Fang den Frosch

Kindergedicht - Fang den Frosch - Regina Schwarz
Regina Schwarz
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Fang den Frosch

Der Storch steht da
im Sonnenschein.
Der Storch steht da
auf einem Bein.
Stolziert dann los
und nickt und pickt,
nickt hier, pickt da,
und nickt und pickt.
Macht klipp, macht klapp,
macht klipp, klipp, klapp,
reißt seinen Schnabel auf
und schnapp:
Was macht er da?
Er fängt sich was.
Fängt Zappelfrosch
mit Zappelbein.
O Nein!

Anleitung: Auf einem Bein stehen, dann im Storchengang gehen und nach rechts und links nicken. Mit den Händen einen Schnabel formen und auf- und zuklappen. Bei „schnapp“ den Schnabel laut zuklappen. Sich schütteln.

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Sommergedicht - Vormittag am Strand - Christian Morgenstern

Vormittag am Strand

Es war ein solcher Vormittag,
wo man die Fische singen hörte;
kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte,
kein Wellchen wölbte sich zum Schlag.
Nur sie, die Fische, brachen leis
der weit und breiten Stille Siegel
und sangen millionenweis'
dicht unter dem durchsonnten Spiegel.

Frühlingsgedicht - Ich freu mich auf den Frühling - Volksgut

Ich freu mich auf den Frühling

Nach draußen laufen, Sonne fühlen,
zum ersten Mal im Sand rumwühlen,
mit Glitzerseifenblasen tanzen,
die ersten Frühlingsblumen pflanzen,
mich hinterm Lieblingsbusch verstecken,
den Spielplatz wieder neu entdecken,
nach meinem  Igel Ausschau halten,
für Ostern bunte Hühner falten.
Und beim Zubettgehn immer denken:
Ob sie mir einen Hasen schenken?

Frühlingsgedicht - Er ist’s - Eduard Mörike

Er ist´s

Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab` ich vernommen.

Sommergedicht - Ein leiser Traum - Regina Schwarz

Ein leiser Traum

Ich schick dir einen leisen Traum
mit Sommerduft und Blüten.
Er trägt dich durch die dunkle Nacht
und möge dich behüten. 

Wintergedicht - Märztag - Detlev von Liliencron (1844-1909)

Märztag

Wolkenschatten fliehen über Felder,
blau umdunstet stehen ferne Wälder.
 
Kraniche, die hoch die Luft durchpflügen,
kommen schreiend an in Wanderzügen.
 
Lerchen steigen schon in lauten Schwärmen,
überall ein erstes Frühlingslärmen.
 
Lustig flattern, Mädchen, deine Bänder,
kurzes Glück träumt durch die weiten Länder.
 
Kurzes Glück schwamm mit den Wolkenmassen,
wollt´ es halten, musst´ es schwimmen lassen.

Frühlingsgedicht - Frühling - Heinrich Seidel (1842 - 1906)

Frühling

Was rauschet,  was rieselt,  was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"
Was knospet, was keimet,  was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"
Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!" - Da wusst' ich genug!