Kindergedicht - Gespenster

Kindergedicht -  Gespenster - Regina Schwarz

Gespenster

Gespenstern wir durch alle Zimmer
mit Huhuhuuu und mit Gewimmer,
kriegt Vater einen dollen Schreck,
ihm bleibt vor Schreck die Sprache weg.
Wir ziehn das Betttuch runter –
Er sieht, nur wir sind drunter.

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Kindergedicht -  Alles - Regina Schwarz

Alles

Zusammen ausziehn
und die Welt ansehn,
mit kaputten Knien
nach Hause gehen,
glücklich und ganz voll,
denn alles war so toll. 

Wintergedicht - Es schneit - Gustav Falke

Es schneit

Der erste Schnee, weich und dicht,
Die ersten wirbelnden Flocken.
Die Kinder drängen ihr Gesicht
Ans Fenster und frohlocken.

Da wird nun das letzte bisschen Grün
Leise, leise begraben.
Aber die jungen Wangen glühn,
Sie wollen den Winter haben.

Schlittenfahrt und Schellenklang
Und Schneebälle um die Ohren!
- Kinderglück, wo bist du?
Lang,Lang verschneit und erfroren.

Fallen die Flocken weich und dicht,
Stehen wir wohl erschrocken,
Aber die kleinen begreifens nicht,
Glänzen vor Glück und frohlocken.

Kinderreim - F - Regina Schwarz

F

Ein F ist allein,
lädt das R zu sich ein.
Noch ein E kommt hinzu,
kurz danach auch das U.
Steht ein N vor dem Haus,
holt die Vier zu sich raus.
Meint das mitgebrachte D:
„Kommt, wir gehen zum E!“

Sommergedicht - Sommerfrische - Joachim Ringelnatz

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiss,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet. 
Und schmücke den Hut, der dich begleitet, 
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken 
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

Kinderreim - Wackeldackel - Regina Schwarz

Wackeldackel

Der Wackeldackel wackelt
mit seinem Wackelschwanz.
Er macht den Wi, Wa, Wackel
Wackeldackeltanz.
Wi, wa, wackel,
Wackelwackeldackel,
wackelt hin und wackelt her,
wackeldackeln ist nicht schwer.

Wintergedicht - Wiegenlied im Winter - Robert Reinick

Wiegenlied im Winter

Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen singt der Wind.
Er singt die ganze Welt zur Ruh’,
deckt sie mit weißen Betten zu.
Und bläst er ihr auch ins Gesicht,
sie rührt sich nicht und regt sich nicht,
aus ihren weißen Decken.
 
Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen geht der Wind,
pocht an die Fenster und schaut hinein,
und hört er wo ein Kind noch schrei’n,
da schilt und brummt und summt er sehr,
holt gleich sein Bett voll Schnee daher
und deckt es auf die Wiegen,
wenn’s Kind nicht still will liegen.
 
Schlaf ein mein süßes Kind!
Da draußen weht der Wind.
Er rüttelt an dem Tannenbaum;
da fliegt heraus ein schöner Traum;
der fliegt durch Schnee, durch Nacht und Wind
geschwind, geschwind zum lieben Kind
und singt von lust’gen Dingen,
die’s Christkind ihm wird bringen.
 
Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen bläst der Wind.
Doch ruft die Sonne: "Grüß’ euch Gott!"
Bläst er dem Kind die Backen rot,
und sagt der Frühling: "Guten Tag!"
bläst er die ganze Erde wach,
und was fein still gelegen
das freut sich allerwegen.
 
Drum schlaf mein süßes Kind,
bläst draußen auch der Wind!