Frühlingsgedicht - Im wunderschönen Monat Mai

Frühlingsgedicht - Im wunderschönen Monat Mai - Heinrich Heine
Heinrich Heine
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Im wunderschönen Monat Mai

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

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Herbstgedicht - Herbstlied - Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762-1834)

Herbstlied

Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder,
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.
Sieh! Wie hier die Dirne
emsig Pflaum und Birne
in ihr Körbchen legt!
Dort, mit leichten Schritten,
jene leichten Quitten
in den Landhof trägt!
Wie die volle Traube
aus dem Regenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
Pfirsiche, mit Streifen
rot und weiß bemalt.

Flinke Träger springen,
und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.

Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Erntetanz.

Kinderreim - Z - Regina Schwarz

Z

Zipp und zapp und Zombie,
wer sitzt denn da im Kombi?
Der Zauberer Zylinder
und seine zwanzig Kinder.

Kinderreim - Ameisenbär - Regina Schwarz

Ameisenbär

Der Ameisenbär hat vorn ein A.
Aus gutem Grunde steht es da.
Denn ohne A am Anfang wär
er nur ein kleiner Meisenbär.

Herbstgedicht - Herbst - Detlev von Liliencron (1844-1909)

Herbst

Astern blühen schon im Garten,
schwächer trifft der Sonnenpfeil
Blumen, die den Tod erwarten
durch des Frostes Henkerbeil.
Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
unbewegt im blauen Duft.
Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht.
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
Welke Rosen, reife Frucht.

Sommergedicht - Hasensalat - Johannes Trojan (1837-1915)

Hasensalat

Morgens in den Garten trat
Liese, klein und niedlich.
Saß ein Häslein im Salat,
schmaust und tat sich gütlich.
Liese sprach: Du armes Tier,
wart einmal, indes ich
lauf ins Haus und hole dir
zum Salat den Essig.
Kommt zurück schon mit dem Krug.
Niemals lief sie schneller –
Essig gießt sie jetzt genug
auf den Hasenteller.
Lieselchen, ich danke dir,
sprach der kleine Fresser.
Eigentlich doch schmeckt es mir
ohne Essig besser.

Kinderreim - E - Regina Schwarz

E

Eins, zwei, drei, vier,
schon steh ich hier
auf einem weißen Blatt Papier.
Vier Striche, die ganz einfach sind.
Vier Striche, die kennt jedes Kind.
Ein großes E ist leicht zu schreiben.
Und wer`s nicht will, der lässt es bleiben.