Sommergedicht - Schlechtes Wetter

Sommergedicht - Schlechtes Wetter - Victor Blüthgen (1844-1920)
Victor Blüthgen
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Schlechtes Wetter

Liese, es regnet Seile;
Ich sterbe vor Langeweile.
Ich glaube, die Blasen schwimmen dort –
Jetzt regnet´s vier Wochen immer so fort.
Ich sollte der liebe Gott mal sein.
Da gäb es Regen bloß bei Nacht,
und immer wär es Sonnenschein,
wann ich im Bett wär aufgewacht.

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Kinderreim - Wackeldackel - Regina Schwarz

Wackeldackel

Der Wackeldackel wackelt
mit seinem Wackelschwanz.
Er macht den Wi, Wa, Wackel
Wackeldackeltanz.
Wi, wa, wackel,
Wackelwackeldackel,
wackelt hin und wackelt her,
wackeldackeln ist nicht schwer.

Kindergedicht -  Wen du brauchst - Regina Schwarz

Wen du brauchst

Einen zum Küssen und Augenzubinden,
einen zum lustige-Streiche-erfinden.
Einen zum Regenbogen-suchen-gehn
und einen zum fest-auf-dem-Boden-stehn.
Einen zum Brüllen, zum Leisesein einen,
einen zum Lachen und einen zum Weinen.
Auf jeden Fall einen, der dich mag,
heute und morgen und jeden Tag.

Herbstgedicht - Herbst - Detlev von Liliencron (1844-1909)

Herbst

Astern blühen schon im Garten,
schwächer trifft der Sonnenpfeil
Blumen, die den Tod erwarten
durch des Frostes Henkerbeil.
Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
unbewegt im blauen Duft.
Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht.
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
Welke Rosen, reife Frucht.

Kindergedicht -  Vater - Regina Schwarz

Vater

Vater will uns überraschen,
etwas steckt in seinen Taschen.
Wir dürfen wühlen,
wir dürfen fühlen,
wir dürfen raten, was es ist:
Hurra, ein Schwein aus Marzipan
sieht uns mit blanken Augen an. 

Frühlingsgedicht - Er ist’s - Eduard Mörike

Er ist´s

Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab` ich vernommen.

Kinderreim - Verdreht! - Regina Schwarz

Verdreht

Mütze in den Topf,
Nudeln auf den Kopf,
 
Pfeffer auf die Bank,
Opa in den Schrank,
 
Zucker in den Schnee,
Füße in den Tee,
 
Braten in das Tor,
Fußball in das Rohr,
 
Pipi in das Stroh,
Hühnerei ins Klo,
 
Frösche auf das Dach,
Ziegel in den Bach,
 
Seife an das Rad,
Klingel in das Bad,
 
Nähgarn in den Kopf,
Gedanken an den Knopf,
 
Wasser in die Bahn,
Koffer an den Zahn.
 
Hier ist was verdreht.
Wie es wohl anders geht?
 
 
So ist es richtig:
 
Mütze auf den Kopf,
Nudeln in den Topf,
 
Opa auf die Bank,
Pfeffer in den Schrank,
 
Fußball in das Tor,
Braten in das Rohr,
 
Zucker in den Tee,
Füße in den Schnee.
 
Hühnerei ins Stroh,
Pipi in das Klo,
 
Ziegel auf das Dach,
Frösche in den Bach,
 
Seife in das Bad,
Klingel an das Rad,
 
Gedanken in den Kopf,
Nähgarn an den Knopf,
 
Koffer in die Bahn,
Wasser an den Zahn.
 
Das war richtig gut.
Ich zieh vor dir den Hut.