Herbstgedicht - Septembermorgen

Herbstgedicht - Septembermorgen - Eduard Mörike

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

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Wintergedicht - Der Schneemann - Robert Reinick

Der Schneemann

Steh, Schneemann, steh!
Und bist du auch von Schnee,
So bist du doch ein ganzer Mann,
Hast Kopf und Leib und Arme dran,
Und hast ein Kleid, so weiß und rein,
Kein Seidenzeug kann weißer sein:
Du stehst so stolz und fest und breit
Als wär' es für die Ewigkeit.
 
Steh, Schneemann, steh!
Wenn ich dich recht beseh':
So fehlt dir nichts auf weiter Welt
Du hungerst nicht, sorgst nicht um Geld.
Ich glaub' auch, dass dich gar nichts rührt,
Und wenn es Stein und Beine friert;
Der Frost, der andre klappern lässt,
Der macht dich erst recht hart und fest.
 
Steh, Schneemann, steh!
Die Sonne kommt, Juchhe!
Jetzt wirst du erst recht lustig sein!
Was ist denn das? Was fällt dir ein?
Du leckst und triefst ohn' Unterlass,
O Schneemann, Schneemann, was ist das?
Das schöne warme Sonnenlicht,
Der Menschen Lust erträgst du nicht?
 
Weh, Schneemann, weh!
Du bist doch nichts als Schnee!
Dein Kopf war dick, doch nichts darin,
Dein Leib war groß, kein Herz darin,
Und das, was andre fröhlich macht,
Hat dir, du Wicht, nur Leid gebracht.
 
Ich glaub', ich glaub', manch Menschenkind
Ist grade so wie du gesinnt:
Schnee, nichts als Schnee!

Kinderreim - Wer kann reimen? - Volksgut

Wer kann reimen?

Was nicht rau ist, das ist glatt,
was nicht hungrig ist, ist …
was nicht dünn ist, das ist dick,
wer nicht Pech hat, der hat …
was nicht groß ist, das ist klein,
was nicht schmutzig ist, ist …
was nicht hart ist, das ist weich
wer nicht arm ist, der ist …
was nicht warm ist, das ist kalt,
wer nicht jung ist, der ist …
was nicht schmal ist, das ist breit,
was nicht eng ist, das ist …
was nicht grad ist, das ist krumm,
wer nicht schlau ist, der ist …
was nicht dunkel ist, ist hell,
wer nicht langsam geht, geht …
was nicht grob ist, das ist fein,
wer´s nicht raten will, lässt´s …

Spaß-Zahlen

Die 1 – marschiert.
Die 2 – seviert.
Die 3 – probiert.
Die 4 – trainiert.
Die 5 – jongliert.
Die 6 – sortiert.
Die 7 – massiert.
Die 8 – balanciert.
Die 9 – repariert.
Und die 10?
Schaut sehr interessiert!

Fühlingsgedicht - Frühlingsbotschaft - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Frühlingsbotschaft

Kuckuck, Kuckuck ruft`s aus dem Wald:
Lasset uns singen,
Tanzen und springen!

Frühling, Frühling wird es nun bald.
Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrei'n:
Kommt in die Felder,

Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!
Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!

Was du gesungen,
Ist dir gelungen:
Winter, Winter räumet das Feld.

Wintergedicht - Bald ist wieder Winter - Volksgut

Bald ist wieder Winter

Schnee, Schnee, Flöckchen
fällt auf mein Söckchen.
Meine Söckchen werden nass,
Flöckchen, Flöckchen, was ist das?

Kindergedicht -  Meine Mutter schickt mich her - Volksgut

Meine Mutter schickt mich her

Meine Mutter schickt mich her,
ob der Kaffee fertig wär?
Sag ein schönes Kompliment und der Kaffee ist verbrennt.
Die Milch ist aus dem Topf gelaufen,
was drin blieb, tut die Katze saufen.
Und wer nicht ist mit fortgeschwommen,
der soll schnell zum Kaffee kommen!