Sommergedicht - Vormittag am Strand

Sommergedicht - Vormittag am Strand - Christian Morgenstern

Vormittag am Strand

Es war ein solcher Vormittag,
wo man die Fische singen hörte;
kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte,
kein Wellchen wölbte sich zum Schlag.
Nur sie, die Fische, brachen leis
der weit und breiten Stille Siegel
und sangen millionenweis'
dicht unter dem durchsonnten Spiegel.

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Kinderreim - Piep, piep, piep - Volksgut

Piep, Piep, Piep

Piep, Piep, Piep,
wir haben uns alle lieb,
ein jeder esse was er kann,
nur nicht seinen Nebenmann;
und nimmt man’s ganz genau,
auch nicht seine Nebenfrau;
und auch nicht das Geschirr,
sonst macht’s im Magen Klirr.

Kindergedicht -  Eine kleine Dickmadam - Volksgut

Eine kleine Dickmadam

Eine kleine Dickmadam
fuhr mal mit der Eisenbahn.
Dickmadam, die lachte,
Eisenbahn, die krachte.
Eins, zwei, drei,
und du bist frei!

Weihnachtsgedicht - Immer ein Lichtlein mehr  - Matthias Claudius (1740-1815)

Immer ein Lichtlein mehr

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Wintergedicht - Wiegenlied im Winter - Robert Reinick

Wiegenlied im Winter

Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen singt der Wind.
Er singt die ganze Welt zur Ruh’,
deckt sie mit weißen Betten zu.
Und bläst er ihr auch ins Gesicht,
sie rührt sich nicht und regt sich nicht,
aus ihren weißen Decken.
 
Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen geht der Wind,
pocht an die Fenster und schaut hinein,
und hört er wo ein Kind noch schrei’n,
da schilt und brummt und summt er sehr,
holt gleich sein Bett voll Schnee daher
und deckt es auf die Wiegen,
wenn’s Kind nicht still will liegen.
 
Schlaf ein mein süßes Kind!
Da draußen weht der Wind.
Er rüttelt an dem Tannenbaum;
da fliegt heraus ein schöner Traum;
der fliegt durch Schnee, durch Nacht und Wind
geschwind, geschwind zum lieben Kind
und singt von lust’gen Dingen,
die’s Christkind ihm wird bringen.
 
Schlaf ein, mein süßes Kind!
Da draußen bläst der Wind.
Doch ruft die Sonne: "Grüß’ euch Gott!"
Bläst er dem Kind die Backen rot,
und sagt der Frühling: "Guten Tag!"
bläst er die ganze Erde wach,
und was fein still gelegen
das freut sich allerwegen.
 
Drum schlaf mein süßes Kind,
bläst draußen auch der Wind!

Kindergedicht -  Morgens früh um sechs - Volksgut

Morgens früh um Sechs

Morgens früh um sechs
kommt die kleine Hex‘.
Morgens früh um sieben
kocht sie gelbe Rüben.
Morgens früh um acht
wird Kaffee gemacht.
Morgens früh um neun
geht sie in die Scheun‘.
Morgens früh um zehn
holt sie Holz und Spän‘,
feuert an um elf,
kocht dann bis um zwölf:
Fröschebein‘ und Krebs und Fisch.
Hurtig, Kinder, kommt zu Tisch!

Weihnachtsgedicht - Der Weihnachtsbaum - Volksgut

Der Weihnachtsbaum

Strahlend wie ein schöner Traum
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf den zarten Kugeln bricht.
„Frohe Weihnacht“ klingt es leise,
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt –
Hinunter auf die ganze Welt.