Weihnachtsgedicht - Weihnachtsschnee

Weihnachtsgedicht -  Weihnachtsschnee - Paula Dehmel (1862-1918)

Weihnachtsschnee

Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
es riecht nach Weihnachtstorten;
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
und bäckt die feinsten Sorten.
 
Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,
sonst nehmt den Operngucker:
Die große Himmelsbüchse, seht,
tut Ruprecht ganz voll Zucker.
 
Er streut - die Kuchen sind schon voll -,
er streut - na, das wird munter:
Er schüttelt die Büchse und streut und streut
den ganzen Zucker runter.
 
Ihr Kinder sperrt die Mäulchen auf,
schnell! Zucker schneit es heute!
Fangt auf, holt Schüsseln! - Ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute!

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I

Iris mag nichts,
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Iris sagt: „Igitt!“
Auf dem Tisch steht
Haferschleim.
Guten Appetit.

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Advent, Advent

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Weihnachtsgedicht - Ich schenk dir was - Volksgut

Ich schenk dir was

Ich schenk dir was!
Was ist denn das?
Ein silbernes Warteinweilchen
und ein goldenes Nixchen
in einem niemalenen Büchschen.

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Zähl mit

Hunde gibt es in der Stadt,
zähl sie mal, da bist du platt!
Schnauzer, Boxer, Schäferhunde,
drahtig dünne, kugelrunde,
bunt gefleckte, große kleine,
mit und ohne Hundeleine.
 
Und der junge, de da fiept,
in den hat Max sich gleich verliebt.

Weihnachtsgedicht -  Vor Weihnachten - Albert Sergel

Vor Weihnachten

Heimliche Zeit,
wenn es draußen friert und schneit
und der Christ ist nicht mehr weit!
 
Wie`s tuschelt in den entferntesten Ecken,
kichert und lacht!
Überall Bepacktsein, Verstecken;
Hoffen und Wünschen webt feiernd durchs Zimmer:
ein Heinzelmannwirken im Lampenschimmer.
 
Mich deucht, ich sah einen güldenen Schein:
Guckt da nicht Sankt Niklas ins Fenster hinein?
Glocken erklingen in weiter Ferne.
Bratäpfelduft aus dem Ofen quoll.
 
Am nachtklaren Himmel schimmern die Sterne
Verheißungsvoll.
Und schauen das Treiben und freuen sich mit
bei der eilenden Menschen froh klingeldem Schritt.
Friedvolles Hasten weit und breit:
Weihnachten ist nahe! O heimliche Zeit!

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Kragenbär

Mir ist ein Kragenbär bekannt,
zu dem kommt jeder angerannt
und löchert ihn mit Kragenfragen.
Da platzt dem Kragenbär der KRAGEN.