Kinderreim - Wickelbär

Kinderreim - Wickelbär - Regina Schwarz

Wickelbär

Der Wickelbär nimmt einen Wickel,
umwickelt damit seinen Pickel,
der auf der Bärennase prangt.
 Dem Pickelwickel sei gedankt!

Weitere Kindergedichte, die wir empfehlen

Sommgergedicht - Bist du schon auf der Sonne gewesen? - Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Bist du schon auf der Sonne gewesen?

Bist du schon auf der Sonne gewesen?
Nein? – Dann brich dir aus einem Besen
ein kleines Stück Spazierstock heraus
und schleiche dich heimlich aus dem Haus
und wandere langsam in aller Ruh
immer direkt auf die Sonne zu.
So lange, bis es ganz dunkel geworden.
Dann öffne leise dein Taschenmesser,
damit dich keine Mörder ermorden.
Und wenn du die Sonne nicht mehr erreichst,
dann ist es fürs erste Mal schon besser,
dass du dich wieder nach Hause schleichst.

Zahlenreim - Ene, mene, 1, 2, 3 - Regina Schwarz

Ene, mene, 1, 2, 3

Ene, mene, 1, 2, 3 –
ich und Mama, das sind 2.
Mamas neuer Mann heiß Klaus,
wohnt mit uns im selben Haus.
 
Ene, mene, 1, 2, 3 –
Ann-Katrin ist auch dabei.
Sie hat rote Ringellocken
und isst gerne Knusperflocken.
 
Ene, mene, 1, 2, 3 –
ich und Papa, das sind 2.
Papas neue Frau Marie,
die mag mich, und ich mag sie.
 
Ene, mene, 4 und 2 –
sonntags haben alle frei,
und wir fangen alle Mann
mit dem Tag was Schönes an.

Fühlingsgedicht - Frühlingsbotschaft - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Frühlingsbotschaft

Kuckuck, Kuckuck ruft`s aus dem Wald:
Lasset uns singen,
Tanzen und springen!

Frühling, Frühling wird es nun bald.
Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrei'n:
Kommt in die Felder,

Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!
Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!

Was du gesungen,
Ist dir gelungen:
Winter, Winter räumet das Feld.

Herbstgedicht - Der fliegende Robert - Heinrich Hoffmann

Der fliegende Robert

Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen oder Buben
Hübsch daheim in Ihren Stuben. -
Robert aber dachte: Nein!
Das muss draußen herrlich sein! -
Und im Felde patschet er
Mit dem Regenschirm umher.
 
Hui wie pfeift der Sturm und keucht,
Dass der Baum sich niederbeugt!
 
Seht! Den Schirm erfasst der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind
Durch die Luft so hoch, so weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon,
Und der Hut fliegt auch davon.
 
Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immer fort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.
Wo der Wind sie hingetragen,
Ja, das weiß kein Mensch zu sagen.

Zahlenreim - Eins, zwei, drei, vier … viele - Regina Schwarz

Eins, zwei, drei, vier ... viele

Eine XXL-Familie,
die ist ziemlich groß.
Kinder wie die Orgelpfeifen.
Immer ist was los.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7,
8 und 9 und 10.
Manche Leute glotzen einfach
oder bleiben stehn.
Mutter, Vater und acht Kinder:
Da geht‘s immer rund.
Solltest du mir das nicht glauben,
frag doch unsern Hund.

Kinderreim - Unken - Regina Schwarz

Unken

Hör am Ufer Unken unken,
unentwegt und traumversunken,
(Bei „traumversunken“ Augen schließen.)
dass ein Uhu Tag und Nacht
tellerrunde Augen macht.
(Bei „tellerrunde Augen“ Hände als Kreise vor die Augen halten.)