Schlaflied - Alle Leut'

Weise aus Kärnten
PDF

Alle Leut'

Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nach Haus
gehn in ihr Kämmerlein
lassen fünf grade sein.
Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nach Haus.

Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nach Haus
große Leut, kleine Leut
dicke Leut, dünne Leut.
Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nach Haus.

Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nach Haus
sagen auf Wiedersehen,
es war so wunderschön.
Alle Leut, alle Leut gehn jetzt nach Haus.

Weitere Kinderlieder, die wir empfehlen

Kinderlied -  Viele bunte Blätter - Volksgut, Melodie von Alle meine Entchen

Viele bunte Blätter

Viele bunte Blätter
siehst du hier im Kreis,
siehst du hier im Kreis.
Liegen da und träumen
sind dabei ganz leis.
 
Doch der Wind er pustet,
weckt die Blätter auf,
weckt die Blätter auf.
Sie wirbeln durcheinander,
stehen alle auf.
 
Viele bunte Blätter
tanzen hin und her,
tanzen hin und her.
Der wilde Wind er pustet
die Blätter freun sich sehr.
 
Der Wind, er ist nun müde,
zieht sich zurück nach Haus,
zieht sich zurück nach Haus.
Die bunten Blätter schlafen,
ruhen sich nun aus.

Kinderlied -  Ri, ra, rutsch - Volksgut

Ri, ra, rutsch

Ri-ra-rutsch
Wir fahren mit der Kutsch
Wir fahren über Stock und Stein
Da bricht das Pferdchen sich ein Bein
Ri-ra-rutsch
Es ist nichts mit der Kutsch.
 
Ri-ra-ritten
Wir fahren mit dem Schlitten.
Wir fahren übern tiefen See
da bricht der Schlitten ein, o weh
Ri-ra-ritten
Wir fahren mit dem Schlitten-
 
Ri-ra-ruß
Jetzt gehn wir fein zu Fuß
Da bricht auch kein Pferdebein
da bricht uns auch kein Schlitten ein
Ri-ra-ruß
Jetzt gehn wir fein zu Fuß.
 
Ri-ra-rutsch
Wir fahren mit der Kutsch
Wir fahren mit der Schneckenpost
wo es keinen Pfennig kost´
Ri-ra-rutsch
Wir fahren mit der Kutsch.

Kinderlied - Heute ist das Wasser warm - Melodie: Reinhold Krug (1926-1991)

Heute ist das Wasser warm

Heute ist das Wasser warm,
Heute kann's nicht schaden.
Schnell hinunter an den See!
Heute geh'n wir baden.
1, 2, 3, die Hosen aus,
Schuhe, Rock und Wäsche,
und dann, plumps ins Wasser rein,
gerade wie die Frösche.
Und der schönste Sonnenschein
brennt uns nach dem Bade
Brust und Buckel knusperbraun,
braun wie Schokolade.

Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh

Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh?
Das sind die lieben Gänslein, die habe keine Schuh.
Der Schuster hat Leder, kein Leisten dazu,
drum kann er den Gänslein auch machen kein Schuh!

Suse, liebe Suse, ist das eine Not!
Wer schenkt mir einen Dreier zu Zucker und Brot?
Verkauf ich mein Bettchen und leg mich aufs Stroh,
da sticht mich keine Feder und beißt mich kein Floh.

Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt!
Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehen.
Wir stolze Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel;
wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß und einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein!
Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!
So legt euch denn ihr Brüder
in Gottes Namen nieder.
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen
und unsern kranken Nachbarn auch.

Kinderlied -  Der Winter ist vergangen - Niederländisches Mailied

Der Winter ist vergangen

Der Winter ist vergangen, ich seh' des Maien Schein,
ich seh die Blümlein prangen, des ist mein Herz erfreut.
So fern in jenem Tale, da ist gar lustig sein,
da singt Frau Nachtigalle und manch Waldvögelein.
 
Ich geh, ein' Mai zu hauen, hin durch das grüne Gras,
schenk meinem Buhl die Treue, die mir die Liebste was.
Und bitt, dass sie mag kommen, all vor dem Fenster stahn,
empfangen den Mai mit Blumen, er ist gar wohl getan.
 
Er nahm sie sonder Trauern in seine Arme blank,
der Wächter auf den Mauern hub an ein Lied und sang:
"Ist jemand noch darinnen, der mag bald heimwärts gahn.
Ich seh den Tag herdringen schon durch die Wolken klar."
 
"Ach, Wächter auf den Mauern, wie quälst du mich so hart!
Ich lieg in schweren Trauern, mein Herze leidet Schmerz.
Das macht die Allerliebste, von der ich scheiden muss;
das klag ich Gott, dem Herren, dass ich sie lassen muss.
 
Adjeu, mein Allerliebste, adjeu, schön Blümlein fein,
adjeu, schön Rosenblume, es muss geschieden sein.
Bis dasss ich wieder komme, bleibst du die Liebste mein;
das Herz in meinem Leibe gehört ja allzeit dein.