Kinderlied - Der Herbst ist ein Geselle

Kinderlied -  Der Herbst ist ein Geselle - Martin Friedrich von Nathusius (1843-1906), Melodie Volksweise
Martin Friedrich von Nathusius , Volksweise
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Der Herbst ist ein Geselle

 
Der Herbst ist ein Geselle
der trägt ein buntes Kleid
und springt und jubilieret
vor ausgelaßner Freud
 
Er singt im Brausebasse
fährt einem um den Kopf,
wirft alles drüber und drunter
und zaust die Bäum am Schopf
 
Er stürmt wie wilde Buben
hin über Berg und Feld
fegt durch die falben Blätter
rauscht, heißa! in die Welt
 
Wirft, wie er zieht, uns Gaben
mit vollen Händen zu
füllt Scheuer, Haus und Keller
zur langen Winterruh

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Guten Abend, gute Nacht

Guten Abend, gute Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlüpf' unter die Deck':
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.
Guten Abend, gute Nacht,
von Englein bewacht,
die zeigen im Traum
dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum 's Paradies.

Lernlied - In dem Wald, da steht ein Haus - Volksgut

In dem Wald, da steht ein Haus

In dem Wald, da steht ein Haus,
schaut ein Reh zum Fenster raus,
kommt ein Häschen angerannt,
klopfet an die Wand:
"Hilfe, Hilfe, hilf mir doch!
Sonst schießt mich der Jäger noch!"
"Liebes Häschen, komm herein!
Reich mir deine Hand!"

Kommt ein Vogel geflogen

Kommt ein Vogel geflogen,
setzt sich nieder auf mein´ Fuß,
hat ein Zettel im Schnabel,
von der Mutter einen Gruß.

Lieber Vogel, fliege weiter,
nimm ein Gruß mit und ein´ Kuss.
denn ich kann dich nicht begleiten,
weil ich hier bleiben muss.

Alle Vögel sind schon da

Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, Musiziern,

Pfeifen, Zwitschern, Tireliern!
Frühling will nun einmarschiern,
kommt mit Sang und Schalle.

Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.

Was sie uns verkünden nun,
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus, feldein,
singen, springen, scherzen.

Kinderlied -  Das Weidenkätzchen - Christian Morgenstern (1871-1914), Melodie Alois Künstler (1905-1991)

Das Weidenkätzchen

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.
 
Wollen's gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.
 
In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?
 
Mußt dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.
 
Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen läßt.
 
Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt.

Kinderlied - Bruder Jakob - Volksgut

Bruder Jakob

Bruder Jakob, Bruder Jakob,
schläfst du noch, schläfst du noch?
Hörst du nicht die Glocken,
hörst du nicht die Glocken?
Ding ding dong, ding ding dong.