Kinderlied - Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt,
er setzt seine Felder und Wiesen instand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände frühmorgens und spät.
 
Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn.
Sie haben im Haus und im Garten zu tun.
Sie graben und rechen und singen ein Lied
und freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.
 
So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei.
Da erntet der Bauer das duftende Heu.
Er mäht das Getreide, dann drischt er es aus.
Im Winter da gibt es manch fröhlichen Schmaus.

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Kinderlied -  Der Herbst ist ein Geselle - Martin Friedrich von Nathusius (1843-1906), Melodie Volksweise

Der Herbst ist ein Geselle

 
Der Herbst ist ein Geselle
der trägt ein buntes Kleid
und springt und jubilieret
vor ausgelaßner Freud
 
Er singt im Brausebasse
fährt einem um den Kopf,
wirft alles drüber und drunter
und zaust die Bäum am Schopf
 
Er stürmt wie wilde Buben
hin über Berg und Feld
fegt durch die falben Blätter
rauscht, heißa! in die Welt
 
Wirft, wie er zieht, uns Gaben
mit vollen Händen zu
füllt Scheuer, Haus und Keller
zur langen Winterruh

Herbstlied - Ihr Blätter, wollt ihr tanzen - Text: G.Lang, Melodie: Christian Lange

Ihr Blätter, wollt ihr tanzen

„Ihr Blätter, wollt ihr tanzen?“,
so rief im Herbst der Wind.
„Ja, ja wir wollen tanzen,
ja, ja wir wollen tanzen,
komm hol' uns nur geschwind."

Da fuhr er durch die Äste
und pflückte Blatt für Blatt.
Nun tanzen sie zum Feste,
nun tanzen sie zum Feste,
nun tanzen sie sich satt.

Bald wurden sie ganz leise
mit Flocken zugedeckt.
Nun schlafen sie und träumen,
nun schlafen sie und träumen,
bis sie der Frühling weckt.

Der Wind wird langsam müde,
die Blätter werden's auch.
Drum legen sie sich nieder,
drum legen sie sich nieder,
und ruh'n sich alle aus.

Nun hat der Winter sachte
mit Flocken sie bestreut.
Und wenn kein Blatt erwachte,
und wenn kein Blatt erwachte,
dann schlafen sie noch heut'.

Der Frühling weckt die Erde,
kein Blatt man wieder sah,
dass grün es wieder werde,
dass grün es wieder werde,
ja, dazu war'n sie da.

Kinderlied -  Viele bunte Blätter - Volksgut, Melodie von Alle meine Entchen

Viele bunte Blätter

Viele bunte Blätter
siehst du hier im Kreis,
siehst du hier im Kreis.
Liegen da und träumen
sind dabei ganz leis.
 
Doch der Wind er pustet,
weckt die Blätter auf,
weckt die Blätter auf.
Sie wirbeln durcheinander,
stehen alle auf.
 
Viele bunte Blätter
tanzen hin und her,
tanzen hin und her.
Der wilde Wind er pustet
die Blätter freun sich sehr.
 
Der Wind, er ist nun müde,
zieht sich zurück nach Haus,
zieht sich zurück nach Haus.
Die bunten Blätter schlafen,
ruhen sich nun aus.

Kinderlied - Jahrmarktsfreude - Text: Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874), Melodie: volksweise

Jahrmarktsfreude

Jahrmarkt ist in jenem Städtchen:
Könnt' auch ich dort heute sein!
Junge Burschen geh'n und Mädchen,
Alles geht zur Stadt hinein.
Und mein Herz, wie würd' es lachen,
Ja, ich wär' ein glücklich Kind,
Säh' ich all die schönen Sachen,
Die dort ausgestellet sind.
Doch was hülfe mir das Sehen,
Würde Nichts von allem mein.
Besser drum, die Andern gehen
Und sie kaufen mir was ein.
Sprach nicht drüben an der Pforte,
Als er schied, der Großpapa -
Ei, das waren süße Worte!
Wär' er bald nur wieder da!
Er versprach vor allen Dingen,
Die mein Herz schon lang begehrt,
Eins vom Jahrmarkt mitzubringen:
Er versprach ein Schaukelpferd.
Heißa lustig, lieben Leute,
Bald ist auch mein Jahrmarkt da;
Was ich wünsche, bringt mir heute
Unser lieber Großpapa.

Kinderlied - Jakob hat kein Brot im Haus - Volksgut

Jakob hat kein Brot im Haus

Jakob hat kein Brot im Haus,
Jakob macht sich gar nichts draus,
Jakob hin, Jakob her,
Jakob ist ein Zottelbär!

Kinderlied - Hundert Sonnenelfen - Volksgut

Hundert Sonnenelfen

Hundert Sonnenelfen tanzen durch den Wald,
Tanzen durch den Wald.
Springen über Stock und Stein,
Haken sich beim andern ein.
Hundert Sonnenelfen sind total vergnügt,
Sind total vergnügt,
Hüpfen jetzt auf einen Bein,
Sammeln Lindenblüten ein.
Hundert Sonnenelfen drehen sich im Kreis,
Drehen sich im Kreis.
Wie ein wilder Wirbelwind,
Bis sie außer Atem sind.
Hundert Sonnenelfen schweben sanft dahin,
Schweben sanft dahin.
Kuscheln sich ins Moos der Bäume,
träumen süße Sommerträume.
Hundert Sonnenelfen legen sich zur Ruh,
Legen sich zur Ruh.
Winken uns zum Wiederseh'n,
Wenn wir nun nach Hause geh'n!