Bewegungslied - Jeder nach seiner Art

Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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Jeder nach seiner Art

Immer langsam, immer langsam
Ohne Sang und ohne Klang
Geht die Schnecke, die Schnecke ihren Gang.

Will sie gehen, will sie gehen
In die weite Welt hinaus,
Nimmt sie mit, nimmt sie mit ihr ganzes Haus.

Ist es draußen, ist es draußen
Trübes Wetter, feucht und naß,
Dann spaziert, spaziert sie in dem Gras.

Scheint die Sonne, scheint die Sonne,
Hängt sie sich an einen Baum,
Bleibt im Haus, bleibt im Haus und rührt sich kaum.

Ihre Weise, ihre Weise
Hat die Schnecke so wie du:
Nun, so laßt, nun, so laßt sie denn in Ruh!

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Wollt ihr ein Tänzlein wagen

Wollt ihr ein Tänzlein wagen,
ein Tänzlein wagen,
Wollt ihr ein Tänzlein,
ein Tänzlein wagen,
Ihr dürft's nur sagen,
Ich spiel' euch auf,
Ihr dürft's nur sagen,
Ich spiel' euch auf, ja
Ich spiel' euch auf, ja
Ich spiel' euch auf.
Im Walde draußen
im Buchenschatten
Auf grünen Matten
Tanzt es sich gut, ja
Tanzt es sich gut, ja
Tanzt es sich gut.
Werd' ich zum Tanze
Den Takt euch schlagen,
Werd' ich zum Tanze
Den Takt euch schlagen,
Dann sollt ihr sagen:
Der Kuckuck kann's!
Dann sollt ihr sagen:
Der Kuckuck kann's! Ja,
Der Kuckuck kann's! Ja,
Der Kuckuck kann's!
Kommt, dreht euch alle
Alle im Kreise!
Kommt, dreht euch alle
Alle im Kreise!
Nach meiner Weise
Dreht euch herum!
Nach meiner Weise
Dreht euch herum! Ja,
Dreht euch herum! Ja,
Dreht euch herum!
Weil ich berühmet
als Musikant bin
Durch jedes Land hin,
Dürft ihr mir trau'n! Drum
Dürft ihr mir trau'n! Drum
Dürft ihr mir trau'n!
Werd' ich zum Tanze
Den Takt euch schlagen,
Werd' ich zum Tanze
Den Takt euch schlagen,
Dann sollt ihr sagen:
Der Kuckuck kann's!
Dann sollt ihr sagen:
Der Kuckuck kann's! Ja,
Der Kuckuck kann's! Ja,
Der Kuckuck kann's!

Lernlied - Die Spielzeit ist zu Ende - Text: Verfasser unbekannt, Melodie: Kommt ein Vogel geflogen

Die Spielzeit ist zu Ende

Die Spielzeit ist zu Ende,
aufgeräumt wird jedes Mal.
Alle helfen zusammen,
dann wird's keinem zu viel.

Kinderlied -  Kleine Meise - Volksgut

Kleine Meise

Kleine Meise, kleine Meise, sag, wo kommst du denn her
Suchte Futter, suchte Futter, aber alles war leer.
 
Kleine Meise, kleine Meise, und was willst du bei mir?
Ein paar Körner, ein paar Körner, und ich dank dir dafür.
 
Kleine Meise, kleine Meise, bitte sing mir ein Lied!
Erst im Frühling, erst im Frühling,wenn das Schneegöckchen blüht.
 
Kleine Meise, kleine Meise, wohin fliegst du nun fort?
In mein Nestchen, in mein Nestchen,denn schön warm ist es dort.

Lernlied - Jäger - Text: Robert Reinick (1805 – 1852), Melodie: Ferdinand Hiller (1811 – 1885)

Jäger

Im Wald, im grünen Walde
da geht ein Jäger auf die Jagd
in seiner lust'gen Jägerstracht.
Trala, hallo, trala!
Er bläst das Horn nach Jägersbrauch,
die Häslein springen aus dem Strauch,
und Hund und Jäger hinterdrein.
Ach könnt ich so ein Jäger sein! -
Bin aber leider viel zu klein.
Im Wald, im grünen Walde
da ist's so kühl und frisch und grün,
da sind wohl tausend Hirsche drin.
Trala, hallo, trala!
Die schießt der Jäger, dass es knallt,
von Tal und Bergen widerhallt,
und all die Hirsche, die sind sein;
ich aber darf nicht mit hinein,
ich bin noch viel, noch viel zu klein.
Im Garten, ja, im Garten,
da jag' und spring' ich frei umher,
als ob ich schon ein Jäger wär'.
Trala, hallo, trala!
Und was von Kindern kommt herein,
die müssen Hirsch und Hasen sein.
Doch bin ich groß und nicht mehr klein,
dann lass ich Garten Garten sein
und jage in den Wald hinein!

Auf der Mauer, auf der Lauer

Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wanze.
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wanze.
Seht euch nur die Wanze an,
wie die Wanze tanzen kann!
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wanze.

Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wanz.
Auf der Mauer, auf der Lauer,
sitzt 'ne kleine Wanz.
Seht euch nur die Wanz an,
wie die Wanz tanz kann!
Auf der Mauer, auf der Lauer,
sitzt 'ne kleine Wanz.

Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wan.
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wan.
Seht euch nur die Wan an,
wie die Wan tan kann!
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wan.

Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wa.
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wa.
Seht euch nur die Wa an
Wie die Wa ta kann!
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wa.

Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine W.
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine W.
Seht euch nur die W an,
wie die W t kann!
Auf der Mauer, auf der Lauer,
sitzt 'ne kleine W.

Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine -.
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine -.
Seht euch nur die – an,
wie die – kann!
Auf der Mauer, auf der Lauer
sitzt 'ne kleine -.

Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt!
Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehen.
Wir stolze Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel;
wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß und einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein!
Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!
So legt euch denn ihr Brüder
in Gottes Namen nieder.
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen
und unsern kranken Nachbarn auch.