Kinderlied - Liebe, liebe Sonne

Kinderlied - Liebe, liebe Sonne - Melodie: Hans Poser (1917-1970)
Hans Poser , Erich Colberg
PDF

Liebe, liebe Sonne

Liebe, liebe Sonne,
Scheine doch recht hell.
Jage fort die Wolken,
Komm hervor ganz schnell!

Liebe, liebe Sonne,
Komm ein bißchen runter.
Lass den Regen oben,
Dann wolln wir dich loben.

Einer schließt den Himmel auf,
Kommt die liebe Sonn' heraus.

Weitere Kinderlieder, die wir empfehlen

Winterlied - Schneeballschlacht - Text: Verfasser unbekannt, Melodie: Hänschen Klein

Schneeballschlacht

Aufgepasst, aufgewacht,
wir machen eine Schneeballschlacht.
Zieh dich an, zieh dich an,
komm wir fangen an.
Einen Ball schmeiß ich zu dir,
und dann einen du zu mir.
Ojemine, ojemine,
wir sind ja schon voll Schnee.
Aufgepasst, aufgewacht,
wir machen eine Schneeballschlacht.
Das macht Spaß, das macht Spaß,
ich treff‘ dich auf der Nas‘.
Schau nur, wie ich zielen kann,
mit dem Schneeball – Mann o Mann.
Ojemine, ojemine,
wir sind ja schon voll Schnee.

Kinderlied -  Schneeflöckchen tanze - Hilmar Dressler

Schneeflöckchen tanze

Schneeflöckchen tanze, tanze auf und nieder!
Komm vom Himmel schnell herab,
Dass ich meine Freude hab'.
Schneeflöckchen tanze!
 
Schneeflöckchen tanze, tanze auf und nieder!
Bau uns eine Rodelbahn,
Wo man lustig rodeln kann.
Schneeflöckchen tanze!
 
Schneeflöckchen tanze, tanze auf und nieder.
Schneist du dann die ganze Nacht,
Gibt es früh's 'ne Schneeballschlacht.
Schneeflöckchen tanze!

Lernlied - Jäger - Text: Robert Reinick (1805 – 1852), Melodie: Ferdinand Hiller (1811 – 1885)

Jäger

Im Wald, im grünen Walde
da geht ein Jäger auf die Jagd
in seiner lust'gen Jägerstracht.
Trala, hallo, trala!
Er bläst das Horn nach Jägersbrauch,
die Häslein springen aus dem Strauch,
und Hund und Jäger hinterdrein.
Ach könnt ich so ein Jäger sein! -
Bin aber leider viel zu klein.
Im Wald, im grünen Walde
da ist's so kühl und frisch und grün,
da sind wohl tausend Hirsche drin.
Trala, hallo, trala!
Die schießt der Jäger, dass es knallt,
von Tal und Bergen widerhallt,
und all die Hirsche, die sind sein;
ich aber darf nicht mit hinein,
ich bin noch viel, noch viel zu klein.
Im Garten, ja, im Garten,
da jag' und spring' ich frei umher,
als ob ich schon ein Jäger wär'.
Trala, hallo, trala!
Und was von Kindern kommt herein,
die müssen Hirsch und Hasen sein.
Doch bin ich groß und nicht mehr klein,
dann lass ich Garten Garten sein
und jage in den Wald hinein!

Kinderlied - Hänschen Klein - Volksgut

Hänschen Klein

Hänschen klein ging allein
In die weite Welt hinein.
Stock und Hut stehn ihm gut,
Er ist wohlgemut.
Doch die Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind,
kehrt nach Haus' geschwind.

Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar;
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold,
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt!
Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost verlachen,
weil unsre Augen sie nicht sehen.
Wir stolze Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel;
wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
laß und einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein!
Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!
So legt euch denn ihr Brüder
in Gottes Namen nieder.
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und laß uns ruhig schlafen
und unsern kranken Nachbarn auch.

Herbstlied - Ihr Blätter, wollt ihr tanzen - Text: G.Lang, Melodie: Christian Lange

Ihr Blätter, wollt ihr tanzen

„Ihr Blätter, wollt ihr tanzen?“,
so rief im Herbst der Wind.
„Ja, ja wir wollen tanzen,
ja, ja wir wollen tanzen,
komm hol' uns nur geschwind."

Da fuhr er durch die Äste
und pflückte Blatt für Blatt.
Nun tanzen sie zum Feste,
nun tanzen sie zum Feste,
nun tanzen sie sich satt.

Bald wurden sie ganz leise
mit Flocken zugedeckt.
Nun schlafen sie und träumen,
nun schlafen sie und träumen,
bis sie der Frühling weckt.

Der Wind wird langsam müde,
die Blätter werden's auch.
Drum legen sie sich nieder,
drum legen sie sich nieder,
und ruh'n sich alle aus.

Nun hat der Winter sachte
mit Flocken sie bestreut.
Und wenn kein Blatt erwachte,
und wenn kein Blatt erwachte,
dann schlafen sie noch heut'.

Der Frühling weckt die Erde,
kein Blatt man wieder sah,
dass grün es wieder werde,
dass grün es wieder werde,
ja, dazu war'n sie da.